Grüezi aus Solothurn
Wenn mich jemand fragt, wo wir unser Herz verloren haben, dann sage ich ohne Zögern: in Solothurn. Wusstet ihr eigentlich, dass Solothurn offiziell als die schönste Barockstadt der Schweiz gilt? Schon allein ein Spaziergang durch die Altstadt fühlt sich an wie eine kleine Zeitreise – kopfsteingepflasterte Gassen, prunkvolle Kirchen, alte Türme und dazwischen kleine Cafés, die einen fast magisch hineinziehen. Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich einfach nur stehenbleibe, nach oben starre und denke: „Wow, hier dürfen wir wirklich leben!“
Und weil wir uns hier schon so richtig eingelebt haben, gibt’s heute mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen unseres Alltags in der schönsten Stadt der Schweiz – mit einer Portion Humor, Traditionen und echten Familiengeschichten.
Tim, die Raiffeisenhalle und jede Menge Medaillen
Unser kleiner Wirbelwind Tim verbringt gefühlt die Hälfte seiner Kindheit in der Raiffeisenhalle in Solothurn. Dort trainiert er Kunstturnen – und das nicht nur so nebenbei, sondern gleich viermal pro Woche je drei Stunden. Ich sage euch: ich werde schon müde, wenn ich nur die Trainingszeiten in meinen Kalender schreibe. 😂
Aber Tim liebt es – und das Beste: Er hat schon einige Medaillen mit nach Hause gebracht. Wenn er strahlend mit seiner neusten Auszeichnung im Wohnzimmer steht, wissen wir alle: Die viele Fahrerei und die langen Trainings haben sich gelohnt.
Tom – zwischen Fußball und Höhenflügen
Während Tim in der Turnhalle schwitzt, hat Tom gleich zwei ganz neue Leidenschaften entdeckt. Zum einen Fußball: neue Schuhe, neues Team, neue Geschichten aus der Kabine – wir hören hier daheim mehr Lachflashs als Spielanalysen. 😉
Zum anderen hat er in Grenchen die Liebe zur Luft entdeckt. Tom durfte bereits erste Flugstunden mit dem Motorflieger erleben und sogar in einem Segelflieger mitfliegen. Jedes Mal kommt er mit leuchtenden Augen zurück und schwärmt davon, wie es ist, die Welt von oben zu sehen. Wer weiß – vielleicht wächst hier gerade ein zukünftiger Pilot heran.
Abkühlung in der Aare – mit Brückensprung-Tradition
Ein absolutes Highlight für uns alle ist die Aare. Im Sommer gehört es hier nämlich zur Tradition, von den Brücken ins kühle Nass zu springen. Und ja – wir haben uns auch schon getraut! (Ich sage nur: Herzklopfen pur, bevor man losrennt und springt. Aber danach? Freiheit pur!)
Dazu gibt es natürlich die traumhafte Badi Solothurn, die nicht nur perfekt zum Schwimmen ist, sondern auch für entspannte Familiennachmittage. Die Jungs toben im Wasser, wir Eltern genießen die Sonne – und manchmal erwische ich Tobi dabei, wie er heimlich auf dem Liegestuhl Kryptokurse studiert. Multitasking auf Schweizer Art. 😉
Traditionen, die man erlebt haben muss
Solothurn wäre nicht Solothurn ohne seine gelebten Traditionen. Besonders zwei davon haben uns absolut begeistert:
Die Cäselte: Ein traditionsreiches Fest hier, das voller Geschichte, Musik und einem guten Schuss Lokalkolorit steckt. Für uns war es ein tolles Erlebnis, mitten in der Menge zu stehen, der Musik zu lauschen und einfach dieses Schweizer Lebensgefühl aufzusaugen.
Die Guggenmusik: Wer einmal Guggenmusiker live erlebt hat, weiß, dass da kein Fuß stillstehen kann. Die schrillen Klänge, die bunten Kostüme und die pure Lebensfreude – das ist Solothurner Fasnacht pur. Unsere Jungs fanden es mega witzig und hatten ordentlich spass daran alle mit Konfetti zu bewerfen, wie wild und laut das Ganze ist, und für uns war es einfach eine Freude, mitzuerleben, wie eine ganze Stadt gemeinsam feiert.
Fun Facts über Solothurn – wusstest du das schon?
Damit ihr auch was lernen könnt, während ich hier aus dem Nähkästchen plaudere, ein paar spannende Fakten über unsere neue Heimat:
Solothurn wird auch die "Stadt der heiligen Zahl 11" genannt. Es gibt 11 Kirchen, 11 Brunnen, 11 Türme – und sogar das Münster St. Ursen hat 11 Altäre und 11 Glocken.
Die Stadt liegt direkt an der Aare und ist von den Jurabergen umgeben – also perfekt für Wanderungen, Radtouren und spontane Ausflüge.
Jedes Jahr gibt’s hier die Solothurner Filmtage, eines der wichtigsten Filmfestivals der Schweiz.
Und ganz wichtig: Die Solothurner sind stolz auf ihre gemütlichen Beizen (lokale Restaurants), in denen man das berühmte Öufi-Bier trinken kann – „Öufi“ heißt übrigens „11“ im Dialekt. Passt ja wieder!
Freizeitmöglichkeiten ohne Ende
Egal ob Sommer oder Winter – langweilig wird’s hier wirklich nie. Schwimmen in der Aare, Wandern in den Bergen, Schlitteln im Winter, Velotouren am Wochenende oder einfach durch die Altstadt schlendern und ein Eis schlecken – wir genießen die Abwechslung sehr. Die Jungs haben ihre Sportarten gefunden, Tobi ist glücklich zwischen Job, Krypto und Bergen, und ich liebe die Kombination aus Alltag im Spital, Familienleben und kleinen Auszeiten in dieser wunderschönen Umgebung.
Ein Jahr in Solothurn – und wir sind angekommen. Gleichzeitig bleibt in uns immer noch die Frage: Wann zieht es uns wieder hinaus in die große weite Welt? Aber bis dahin lassen wir uns von der Schönheit, den Traditionen und den Abenteuern unserer neuen Heimat verzaubern – und genießen jeden Tag, den wir hier verbringen dürfen.



























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